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Definition des Liberalismus

Der Liberalismus hat sehr alte Wurzeln - und ist daher in vielen Lexika beschrieben. Hier einige Auszüge:

Liberalismus

[aus lateinisch liberalis »die Freiheit betreffend«] der, Staats-, Gesellschafts- und Wirtschaftsauffassung, die die Freiheit des Einzelnen als grundlegende Norm des menschlichen Zusammenlebens ansieht, den Fortschritt in Kultur, Recht, Sitte, Wirtschaft und sozialer Ordnung als geschichtliche Entwicklung annimmt und eine fortgesetzte Emanzipation des Individuums fordert. Auf wirtschaftlichem Gebiet fordert er die Beseitigung staatlicher Eingriffe in das wirtschaftliche und soziale Leben (»Laisser-faire«, Gewährenlassen); bei freiem Wettbewerb durch Gewerbefreiheit und Freihandel sollen sich Preise und Löhne nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage im freien Spiel der Kräfte regeln. Die liberalen Parteien spielten im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle, mit dem Entstehen moderner, an liberalen Ideen orientierter Massenbewegungen erfuhr der parteipolitisch organisierte Liberalismus aber v.a. im 20. Jahrhundert einen Bedeutungsverlust.

Quelle: Der Brockhaus in einem Band

liberal

[lat.(-fr.)]: 1. hochherzig, freigebig, großzügig, gütig. 2. a) vorurteilslos (bes. in politischer u. religiöser Beziehung); b) freiheitlich gesinnt; für die Rechte des Individuums eintretend.
Liberalismus: der: -: bes. im Individualismus wurzelnde, im 19. Jh. in politischer, wirtschaftlicher u. gesellschaftlicher Hinsicht entscheidend prägende Denkrichtung u. Lebensform, die Freiheit, Autonomie, Verantwortung u. freie Entfaltung der Persönlichkeit vertritt.

Quelle: DUDEN - Das Fremdwörterbuch

 

 
 

 
     
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